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Schach: Silberpokal Bad Aibling
Geschrieben von: Stefan Mooser   
Montag, den 24. August 2015 um 13:36 Uhr
Auch dieses Jahr beteiligten sich wieder drei Dorfner Schachspieler am Silberpokal in Bad Aibling, leider einer zu wenig um auch in die vierer Mannschaftswertung zu kommen (nächstes Jahr schaffen wir das!). Dieses Turnier hat neben seines Austragungsmodus (Pokalturnier in dem die Verlierer in einem Schweizer System weiter spielen) auch noch eine weitere besondere Ausstrahlung. Es treffen im ältesten Open Deutschlands immer wieder unterschiedliche Generationen aufeinander, welche teilweise einen beträchtlichen Altersunterschied aufweisen. Dies konnte man auch an unserer Delegation sehen, denn zwischen Helmut Spranger bzw. Uwe Rehfeld und unserem Youngster Nicolas Mooser liegen mehr als 60 Jahre unterschied! Im Laufe des Turniers sollte es deshalb auch zu einigen Überraschungen kommen, doch der Reihe nach:
 

Für Helmut begann das Turnier etwas unglücklich mit einer vermeidbaren Niederlage gegen den starken Rosenheimer M. Pouchon. In einem ausgeglichenen Endspiel ging gegen Mitternacht mit schwindender Zeit erst ein Bauer und dann die Partie verloren. Es folgte der erste junge Gegner W. Grunert (U12 Spieler), welcher noch mit Routine besiegt werden konnte. Nach einer Niederlage in Runde drei gegen R. Dürr folge dann der zweite junge U12 Spieler T. Dietlmeier (einer von Nicolas Dauergegnern). Helmut spielte hier etwas zu passiv und wurde von seinem Gegner am Damenflügel regelrecht eingeschnürt und verlor schließlich verdient die Partie. Hiervon gewarnt wurde in Runde fünft die Tegernseer U10 Spielerin S. Butenandt nicht unterschätzt und jeder Fehler konsequent ausgenutzt schließlich verwertet. Nach einem weiteren Sieg gegen S. Berger und dem stärkeren J. Lichtmannecker standen nun 4/7 Punkte vor der Schlussrunde auf dem Konto. Hier war jedoch W. Karrer aus München zu stark und so kam Helmut schließlich mit 50% auf einen guten 80. Mittelfeldplatz.

 

Uwe spielte nach längerer Zeit mal wieder ein Turnier neben den sonst gewohnten Dorfner Mannschaftskämpfen. Das Turnier begann unerwartet holprig was sich leider wie ein roter Faden durch alle Runden zog. In der Eröffnungsrunde wurden ausgangs der Eröffnung zwei Züge vertausch was gegen den fast 500 DWZ schwächeren M. Gaedt eine Figur kostete. Dank seiner Erfahrung und Routine gelang es Uwe trotzdem im Endspiel noch Remis zu halten. Mit H. Schmaus aus Landshut wartet jedoch zur „Belohnung“ ein sehr starker Gegner in Runde 2. Lange konnte Uwe mit Weiß hier dank der etwas passiven Eröffnung seines Gegners die Partie ausgeglichen halten, jedoch verlor er am Ende in Zeitnot etwas den Überblick und verlor unnötig. Nach einer Niederlage gegen den etwa gleich starken Rosenheimer T. Wach war der Fehlstart leider perfekt. Nach einem leichten Folgesieg in Runde 4 traf er nun auf den Tegernseer Jugendspieler M. Klein (U14). In seiner Lieblingseröffnung (Französisch) erarbeite er sich Zug um Zug Vorteile, welche er eigentlich leicht umsetzten konnte. Doch mitten in der gewinnbringenden Abwicklung sah er plötzlich eine Gespenster und er tausche (anstatt eines naheliegenden Gewinnzuges) leider in ein verlorenes Endspiel mit Minusfigur ab. Noch unter diesem Schock spielte er auch die Folgepartie nicht aktiv genug und verlor erneut gegen einen Jugendspieler. Nach wiederum einem leichten Sieg wartete in der Schlussrunde der schon bekannte (Helmuts Gegner)Tegernseer U12 Spieler T. Dietlmeier. Nach einigem hin und her hatte Uwe hier ein technisch einfach gewonnenes Endspiel, doch wie schon zuvor verrechnete er sich in der Kombination und verlor einen Turm und die Partie. Alles in Allem war Uwes Schachspiel keinesfalls so schlecht wie seine Platzierung (hinteres Mittelfeld mit 2,5/8 Punkten) jedoch brachten ihn kleinere Konzentrationsschwächen und damit hergehende Rechenfehler um eine bessere Platzierung.

 

Auch für Nick begann das Turnier mit einer mehr als vermeidbaren Niederlage. Er hatte seinen stärkeren Gegner S. Linseisen (DWZ 1942) mit Weiß in einem scharfen Königsinder am Rande einer Niederlage, lies sich aber leider noch im Mittelspiel austricksen und schließlich mattsetzten. Nach einem Sieg über A. Windisch folgte mit dem Münchner W. Karrer (1882) ein weiterer Routinier, welcher in einem seltenen Grünfeldinder noch etwas zu stark war. Auf einen leichten Sieg gegen E. Humburg folgte eine weitere Weiß Niederlage gegen Z. Kusmanovic (1663). Diese war jedoch wieder etwas unglücklich, da in besserer Stellung erst ein paar aktive Züge ausgelassen wurden und kurz vor der Zeitkontrolle die Dame in ausgeglichener Stellung eingestellt wurde. Drei Weiß Niederlagen und zwei Schwarzsiege waren eher überraschend, aber ab nun sollte Nick nur noch bessere Gegner bekommen und vor allem nutze er seine Bedenkzeit immer besser aus. Als erstes ging es wieder mit Schwarz gegen H. Schindler (1599) aus Höhenkirchen. In einer Slawischen Verteidigung nahm Nick den Bauern auf c4 und verteidigte ihn zäh bis ins Mittelspiel. Hier wurde es sehr scharf und nach zwischenzeitlichen Qualitätsopfer hatte Schwarz einen gefährlichen Freibauern auf a3. Unter Druck verrechnete sich Weiß und war nach einer inkorrekten Abwicklung einen ganzen Turm hinten und gab auf. In der Vorschlussrunde wartete W. Bergerhoff (1695) und es sollte endlich auch der erste Sieg mit Weiß her. Nach einer symmetrischen Grünfeldindischen Verteidigung hatte Nick nach ein paar schwächeren Zügen mit wachsender schwarzer Initiative zu kämpfen. Taktischsehenswert gewann er jedoch dann im Übergang ins Endspiel einen Bauern und konnte durch weitere Taktik in ein gewonnenes Bauernendspiel abwickeln, welches technisch einwandfrei verwertet wurde. Mit bereits 4/7 Punkten im Rücken wartete nun der amtierende Inn Chiemgau Seniorenmeister P. Niedermaier (1741) aus Ebersberg. Hier konnte Nick von seiner Eröffnungsvorbereitung im sizilianischen Morra Gambit profitieren und umschiffte souverän alle taktischen Fallen, was ihm ein Endspiel Turm + Springer gegen Turm + Läufer mit dem geopferten Mehrbauern einbrachte. Leider spielte Nick selber ungewohnt aktiv und dadurch ging Mehrbauer wieder verloren. Doch diese aggressive Spielweise beeindruckte auch Weiß, so dass er zu passiv spielte und schon fast forciert in ein verlorenes Bauernendspiel abwickeln musste. Auch dieses Endspiel spielte Nick ohne Fehler zu Ende und konnte sich somit über einen hervorragenden 42. Platz mit 5/8 Punkten und einen DWZ Sprung auf 1589 freuen.

Letztendlich hat dieses Turnier wieder spannende und generationsübergreifende Partien gesehen, wobei die Jugend immer mehr Erfolge verzeichnen konnte.

http://www.silberpokalturnier.de/index.php?id=2

http://www.silberpokalturnier.de/index.php?id=191

Ein interessanter Beitrag wurde auch auf der PTSV Homepage über Nick verfasst:

http://ptsv-schach.de/index.php/der-silberpokal-hat-seine-besondere-strahlkraft/

 

 

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